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GESCHICHTE (Teil 2) 
Der Stadtteil ist von direkten Kriegseinwirkungen verschont geblieben. Schlimm traf es aber die Siedler im Mai 1945, als alle auf der Südseite des Bräukerweges gelegenen Häuser innerhalb von 48 Stunden verlassen werden mussten. Eingewiesen in die Häuser wurden die aus den Lagern befreiten, früheren Ostarbeiter. Bitterböse Wochen, Monate und Jahre folgen. Die Siedlerfamilien haben sie teilweise in Notunterkünften durchzustehen. 
Nach dem 2. Weltkrieg wird die Flakkaserne von Briten und Amerikanern genutzt (Northumberland-Barracks). 
Erst 1948 werden die letzten Häuser ihren Besitzern zurückgegeben. Mit Tränen in den Augen stehen viele vor den Überresten ihres Eigentums. Die Häuser verwüstet, daß Mobilar verfeuert oder verschleppt, die Obstbäume abgeschlagen und die Gärten verwildert. 
Aber mit Fleiss, Eifer und nie erlahmender Energie wird wieder neu angefangen.
Oft unbezwingbar erscheinende Dinge werden angepackt und auch gemeistert. 
Am 21. August 1948 findet die erste Mitgliederversammlung des Kleinsiedlervereins (heute Siedler- und Bürgerverein) nach dem Krieg in der Gaststätte Stucken statt. 
Die jetzt folgenden Jahre mit ihrer lebhaften Bautätigkeit, verändern das Bild der Platte Heide grundlegend. Die katholischen Notkirche St.-Marien, liebevoll auch "Maria im Sumpf" genannt, wird aus einer ehemaligen Holzbaracke des weiblichen Arbeitsdienstes erbaut. Die Gemeindemitglieder stellen hierfür ihr Wissen und ihre Freizeit zur Verfügung. Die Einweihung am 8. Dezember 1948 ist ein Festtag für die Platte Heide. 
Nach der Währungsreform 1948 setzte eine nie geahnte, fast schon beängstigende Bautätigkeit im Stadtteil ein. Bald fertigte man einen Bebauungsplan für das übrige städttische Gelände an und die Häuser schossen wie Pilze aus dem Boden. Die Platte Heide ist in den 50er und 60er Jahren die grösste Baustelle Mendens. Neben größeren genossenschaftlichen Mehrstockbauten entstehen an der Eichendorffstrasse und am unteren Teilstück der Hermann-Löns- Strasse neue Eigenheime.
1951 erhält die Lerchenstaße als erste Straße eine Beleuchtung. Auch der Siedlerweg (Manöverweg) wurde im gleichen Jahr mit einer elektrischen Beleuchtung ausgestattet. Der übrige Teil der Platte Heide musste noch warten, da größere technische Schwierigkeiten auftraten.
1952 wird das Kreuz (Kriegsgefangen-Ehrenmal) am Galbusch neu errichtet. Das alte, 1932 errichtete Kreuz wurde am 14.06.1941 gesprengt um feindlichen Fliegern die Orientierung zur erschweren. 
1952 erhält die Platte Heide ihre eigene Schule. Die Bonifatiusschule wird als "Pantoffelschule" landesweit bekannt. Ursache war die Anweisung, daß die Kinder in der Schule Pantoffeln zu tragen hätten um das neue Gebäude zu schonen. Wer den Zustand der Wege und Strassen auf der Platte Heide kannte, kann diese Anweisung durchaus nachvollziehen. 
Eine Postnebenstelle wird am 1.10.1952 eröffnet.
1953 ziehen 76 Vertriebenenfamilien in die für Sie erbauten Häuser ein.
Am 22. Juli 1954 feiert der Sportverein VfL Platte Heide in der Gaststätte „Im Stucken“ sein Gründungsfest. Im gleichen Jahr findet das erste Fußballspiel auf dem Platz zwischen Primel- und Wickenweg statt. 
1955 beziehen weitere 38 Heimatvertriebene Bauernfamilien aus Schlesien, Pommern, dem Sudetenland, aus Ost- und Westpreußen die neuerbauten Häuser am Glockenblumen-, Kornblumen-, Salbei- und Akeleiweg.
1955 wird der Grünstreifen entlang des Heckenrosenweges angelegt. Der Grünstreifen sollte der Siedlung einen städtebaulichen Abschluß geben und gleichzeitig dem Windschutz und dem Vogelschutz dienen.
Ab August 1956 steht der neue Sportplatz am Schlehdorn für den Sportbetrieb bereit.
1956 hat die Platte Heide bei rund 6000 Einwohnern nur zwei Telefonanschlüsse. Trotz mehrmaliger Hinweise hatte die Oberpostdirektion abschlägig geantwortet, da aus Raummangel und fehlender Mittel das Fernsprechnetz nicht erweitert werden konnte. 
1956 wird das katholische Pfarrhaus auf dem Gelände der alten Ziegelei am Erikaweg (heute Pastor-Fischer- Weg) erbaut.
1959 erbauen die evangelischen Mitbürger das Paul-Gerhard-Haus (Einweihung am 26.6.1960). Der katholi- sche Kindergarten und das Jugendheim am Erikaweg wird eröffnet. Die Sparkasse Menden und die Spar- und Darlehnskasse Sümmern richten am Bräukerweg eine Filiale ein. Der Schützenverein 1959 e.V. wird gegründet.
1959 löst sich die Tischtennisabteilung des VfL Platte Heide vom Hauptverein. Am 15. Januar 1960 fand die Gründungsfeier des TTV Menden Platte Heide in der Gaststätte Kortsteger statt. 
1961 ist der evangelische Kindergarten aufnahmebereit. Die Platte Heide bekommt eine eigene Arztpraxis und Apotheke im neu erbauten, siebenstöckigen Hochhaus am Margueritenweg. Die Platte Heide erhält einen neuen Sportplatz am Schlehdorn.
Am 25.10.1962 wird die evangelische Bodelschwinghschule eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die evangelischen Kinder in selbständigen Klassen in der Bonifatiusschule unterrichtet. 
1963 erhält der Sportplatz am Schlehdorn eine Flutlichtanlage.
Im April 1964 wird die kath. Notkirche an der Hermann-Löns-Straße abgerissen. Die neue, in Dreiecksform mit abgeflachtem Rundturm erbaute, katholische St.-Marienkirche wird am am 12. Juli konsekriert. 
Am 11.11.1964 fand der erste Martinszug auf der Platte Heide statt. Er wurde von der St.- Mariengemeinde ausgerichtet.
Am 07.01.1965 erfolgt die Vereinsgründung der Sternenfreunde Menden. Im Sommer 1965 beginnt am Hül- schenbrauck der Umbau einer ehemaligen Flak-Scheinwerfer-Anlage  aus dem zweiten Weltkrieg zur Stern- warte. Sie geht ein Jahr später mitsamt Grundstück in den Besitz des Vereins über. 
Der Männergesangverein "Heiderose". Aufnahme Muttertag 1951.
< GESCHICHTE Teil 1
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Katholische Notkirche (1948) St.-Marien. 
Fahnenweihe "MGV
Heiderose" im Jahr 1953.
Weit sichtbar. Das 1952 neu
errichtete Kreuz am Galbusch.
Die 1952 erbaute und als "Pantoffelschule" landesweit bekannt gewordene Bonifatiusschule. 
Das evangelische Paul-Ger- hardt-Haus (Aufnahme 1960).
Die katholische Marienkirche im Rohbau.